Sensorische Integrationstherapie
nach J. Ayres (SI-Therapie)

Manche Kinder haben Schwierigkeiten, Sinnesreize richtig zu verarbeiten – sie reagieren zum Beispiel besonders empfindlich auf Geräusche oder Berührungen, wirken unruhig oder unsicher in ihren Bewegungen. Die Sensorische Integrationstherapie hilft ihnen, Sinneseindrücke besser zu sortieren und im Alltag sicherer zu werden.

Entwickelt wurde diese Methode von Jean Ayres, einer Ergotherapeutin und Psychologin aus den USA. Sie zeigte, wie wichtig die Verarbeitung von Sinnesreizen für die kindliche Entwicklung ist – für Bewegung, Lernen, Verhalten und emotionale Stabilität.

Im Mittelpunkt stehen die drei Basissinne:

  • Tastsinn (taktil): Wie Ihr Kind Berührungen wahrnimmt
  • Gleichgewichtssinn (vestibulär): Wie es Bewegung und Lage im Raum erlebt
  • Körpersinn (propriozeptiv): Wie es spürt, wo sich sein Körper befindet und wie viel Kraft es einsetzt

In der Therapie werden spielerische und gezielt ausgewählte Aktivitäten eingesetzt, die Freude machen und das Kind in seiner Entwicklung stärken. So lernt es, Sinnesreize besser zu verarbeiten, sich sicherer zu bewegen und selbstbewusst am Alltag teilzunehmen.

Ergotherapeutische Übung mit Bohnen zur Förderung des Tastsinns
Ergotherapeutische Behandlung im Rahmen der Rota®-Therapie zur Förderung von Körperspannung, Körperwahrnehmung, Haltung und Bewegungskontrolle

Rota®-Therapie

Die Rota®-Therapie unterstützt Kinder dabei, sich sicher und harmonisch zu bewegen. Sie basiert auf den Grundlagen der kindlichen Bewegungsentwicklung und nutzt gezielte Dreh- und Rotationsbewegungen, um die Körperkoordination zu fördern.

Es geht darum, sich mit Rotation im Raum und in der Wirbelsäule gut koordiniert und ohne Reflexmuster zu bewegen. Die Rotationen wirken sich auf die zentrale Tonusregulation im Körper aus, die sich bei vielen Auffälligkeiten und Krankheitsbildern als zentrales Thema zeigt. Durch spielerische Rotationsübungen lernt der Körper, sich besser zu organisieren – Bewegungen werden fließender, die Körperhaltung stabiler, und das Kind gewinnt an Sicherheit und Selbstvertrauen.

Die Rota®-Therapie wirkt positiv auf die Körperspannung, Körperwahrnehmung, Haltung und Bewegungskontrolle – wichtige Voraussetzungen für Lernen, Aufmerksamkeit und emotionale Ausgeglichenheit.

Mehr Informationen finden Sie unter: www.rotatherapie.com

Die Marte Meo Methode

Marte Meo bedeutet „aus eigener Kraft“ – und genau darum geht es: die vorhandenen Fähigkeiten Ihres Kindes (und auch der Eltern) zu entdecken, zu stärken und weiterzuentwickeln.

In der Marte Meo-Arbeit werden kurze Alltagssituationen per Video aufgenommen und gemeinsam angeschaut. So werden kleine, aber wertvolle Momente sichtbar – etwa, wie Ihr Kind Blickkontakt aufnimmt, auf Ansprache reagiert oder etwas selbstständig ausprobiert. Diese positiven Ansätze werden bewusst gemacht und gezielt gefördert.

Ziel der Methode ist es, Eltern und Bezugspersonen darin zu unterstützen, die Entwicklung ihres Kindes mit einfachen, liebevollen Kommunikations- und Interaktionsimpulsen im Alltag zu begleiten – Schritt für Schritt, aus eigener Kraft.

Mehr Informationen finden Sie unter: www.marte-meo.at & www.martemeo.com

Ergotherapeutische Übung im Rahmen der Marte Meo Methode zur Förderung und Stärkung der eigenen Fähigkeiten des Kindes
Kind beim Obst schneiden um im Rahmen des ergotherapeutischen CO-OP Ansatzes neue Alltagsfertigkeiten selbständig zu erlernen

Der CO-OP Ansatz

Der CO-OP-Ansatz („Cognitive Orientation to Daily Occupational Performance“) wurde in Kanada entwickelt und hilft Kindern dabei, neue Alltagsfertigkeiten Schritt für Schritt selbstständig zu erlernen. Dabei steht das eigene Tun im Mittelpunkt: Das Kind lernt, sich ein Ziel zu setzen, einen Plan zu entwickeln, diesen auszuprobieren und das Ergebnis zu überprüfen – nach dem einfachen Prinzip „Ziel – Plan – Tu – Check“.

Mit dieser Methode wird spielerisch die Problemlösefähigkeit, Selbstständigkeit und Handlungsplanung gefördert. Ursprünglich für Kinder mit Koordinationsstörungen entwickelt, unterstützt CO-OP heute auch Kinder mit ADHS, Autismus-Spektrum-Störungen oder motorischen Einschränkungen, ihre Ziele im Alltag zu erreichen – auf eine motivierende, positive und ermutigende Weise.

“Geschickte Hände”
nach Pauli und Kisch

Zur Förderung der Fein- und Grafomotorik.

Manche Kinder tun sich mit feinmotorischen Aufgaben schwer – etwa beim Malen, Schneiden, Fädeln oder Schreiben. In der Therapie werden gezielte, spielerische Übungen eingesetzt, um Feinmotorik, Stifthaltung, Handgeschicklichkeit und Kraftdosierung zu verbessern. So werden Alltagsbewegungen flüssiger und das Schreiben macht wieder mehr Freude.

Auch wenn die Händigkeit (rechts oder links) noch nicht eindeutig ist und das Kind häufig die Hand wechselt, kann die Therapie gezielt helfen eine klare Seitigkeit (Lateralität) zu etablieren.

Kind bei einer ergotherapeutischen Übung in ruhiger Praxisatmosphäre

„Das habe ich noch nie gemacht, also geht es sicher gut.“

Pippi Langstrumpf